Chemische Abflussreiniger sind aggressiv, teuer und belasten das Abwasser. Die gute Nachricht: Mit einfachen Hausmitteln, die in fast jeder Oldenburger Küche vorhanden sind, lässt sich ein wirksamer Abflussreiniger selbst herstellen. Das schont Rohre, Geldbeutel und Umwelt.
Natron und Essig: Das klassische Duo
Die Kombination aus Natron (Natriumhydrogencarbonat) und Haushaltsessig erzeugt eine chemische Reaktion, die Fett- und Kalkablagerungen im Rohr anlöst.
- Zwei bis drei Esslöffel Natron direkt in den Abfluss schütten.
- Einen halben Becher Haushaltsessig (5 % Säure) hinterhergießen.
- Den Abfluss kurz abdecken, damit die Reaktion im Rohr bleibt.
- 15 bis 20 Minuten einwirken lassen.
- Mit reichlich heißem, aber nicht kochendem Wasser nachspülen.
Salz und Backpulver als Alternative
Wer keinen Essig zur Hand hat, kann drei Esslöffel Salz mit drei Esslöffeln Backpulver mischen und ebenfalls in den Abfluss geben. Danach heißes Wasser nachschütten und 30 Minuten warten.
Spülmittel und heißes Wasser bei Fettablagerungen
Bei Fettverstopfungen besonders in der Küchenspüle hilft ein Esslöffel Spülmittel, das mit heißem Wasser in den Abfluss gegeben wird. Spülmittel bindet Fett und trägt es beim Nachspülen mit.
Wann reichen Hausmittel nicht aus?
Bei älteren Hausinstallationen in Oldenburger Altbauten können Ablagerungen über viele Jahre so hartnäckig werden, dass selbst wiederholte Hausmittel-Behandlungen keine spürbare Verbesserung bringen. In diesem Fall ist eine mechanische Reinigung mit Spirale oder professionelle Hochdruckspülung die bessere Wahl.
Häufige Fragen
Schädigt Essig die Rohre?
In normaler Haushaltskonzentration (5 %) und gelegentlicher Anwendung ist Essig für Kunststoff- und Metallrohre unbedenklich. Täglich anwenden sollte man ihn dennoch nicht.
Kann ich Natron und Backpulver austauschen?
Backpulver enthält ebenfalls Natron, hat aber weniger Wirkstoff pro Löffel. Für einfache Ablagerungen reicht es, bei stärkeren Verstopfungen ist reines Natron effektiver.
Wie oft sollte ich den Abfluss mit Hausmitteln behandeln?
Als vorbeugende Maßnahme genügt einmal pro Monat. Bei einem langsamen Abfluss kann man die Anwendung zwei- bis dreimal hintereinander in kurzen Abständen wiederholen.